Projekt „Junge Naturforscher“ / Exkursion: Tierpark unter der Lupe – beobachten, vergleichen, hinterfragen

Wie fühlt sich Artenschutz im Tierpark eigentlich an? An diesem Samstag sind die Teilnehmenden als Naturbeobachtende und Forschende unterwegs. Mit konkreten Beobachtungs- und Forschungsaufträgen erkunden wir ausgewählte Tieranlagen. Dabei stehen nicht Zahlen oder Definitionen im Mittelpunkt, sondern das eigene Wahrnehmen: Wie bewegen sich Tiere? Welche Rückzugsräume gibt es? Wie abwechslungsreich ist der Lebensraum gestaltet? Die Teilnehmenden dokumentieren ihre Beobachtungen, vergleichen verschiedene Tierarten und prüfen, welche Informationen vor Ort vermittelt werden – und welche Fragen offenbleiben. Dabei lernen sie, zwischen Tierhaltung, Bildungsauftrag und echtem Artenschutz zu unterscheiden. Im weiteren Verlauf des Tages entwickeln wir gemeinsam Kriterien: Woran erkennt man glaubwürdigen Artenschutz? Welche Maßnahmen helfen Tieren wirklich – auch außerhalb von Tierparks? Zum Abschluss tauschen wir unsere Erkenntnisse aus und überlegen, wie jeder selbst zum Schutz von Arten beitragen kann – im Alltag, im eigenen Umfeld oder durch Engagement in Naturschutzprojekten. Die Teilnehmenden stärken ihre Beobachtungsgabe, lernen kritisch zu denken und entwickeln ein realistisches Verständnis dafür, welche Rolle Tierparks im Spannungsfeld zwischen Bildung, Haltung und Artenschutz spielen.
Das Projekt „Junge Naturforscher“ (JuNa) ist ein außerschulisches, praxisorientiertes sowie naturpädagogisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren in Weißwasser und Umgebung. Anstelle von klassischem Unterricht erleben die Teilnehmenden die Natur direkt: Sie erforschen Lebensräume, bestimmen Pflanzen und Tiere, bauen Nisthilfen, pflegen Wiesen und nehmen an Exkursionen teil. Das Programm umfasst wöchentliche Treffen sowie gemeinsame Wochenendaktionen, teilweise mit Übernachtung. Ziel ist es, Neugier und Umweltbewusstsein zu fördern, praktische Erfahrungen zu sammeln und Natur- und Artenschutz aktiv mitzugestalten.
Darüber hinaus können die Teilnehmenden ihr erlangtes Wissen nicht nur im Schulunterricht gewinnbringend einsetzen, sondern auch für ihre spätere Berufsorientierung nutzen – besonders in natur- und umweltbezogenen Bereichen.
Details siehe Webseite