Schnee von Gestern

Die ehemalgie Sprungschanze im Bienengarten von Sagar war für unsere Flachländer überwältigend. Ein hoher Sprungturm musste für die nötige Anlaufgeschwindigkeit sorgen, mit den Windverhältnissen hatten unsere Springer wenig zu tun. Der Absprung gung in östliche Richtung, direkt ins Neißetal. Da der Wind überwiegend von Westen kam, waren die Springer immer gleich benachteiligt. Das Springer war für uns Zuschauer sehr interessant und man konnte sich nur wundern, dass Springer eine so große Weite schafften. Da der Schnee in unserem Gebiet nicht immer vorhanden war, wurde auf Kunstmatten gesprungen.

Zurück zu den Fakten: Die ersten Wettkämpfe wurde im Winter 1953/54 im Schneehügelspringen, Torlauf-Alpine, im Langlauf und im Rodeln durchgeführt. Danach wurden von 1954 bis 1964 verschiedene kleine Jugendschanzen gebaut und besprungen. In den Jahren 1965 bis 1967 wurde die „Oberlausitz - Schanze“ errichtet. Im August 1967nerfolgte die Einweihung NP 24,5 m, Schanzenturm oberste Luke 21,0m lang mit dem SC Dynamo Klingethal.

Die ersten Schanzenrekordhalter waren Eberhard Seifert und Henry Glass mit 27,0m. Im August 1967 stellte Henry Glass (damaliger Vizejunioreneuropameister) mit 31,0m einen noch bestehenden Schanzenrekord auf Kunststoffmatten auf.

Überboten wurde diese Weite von dem Krauschwitzer Steffen Wonde, BSG Traktor Sagar, der mit 31,5m in den letzten bestehen Schanzenrekord auf Schnee aufstellte und da die Schanze nicht mehr steht, bleibt er es auch.

In den vergangenen Jahren ist viel Schönes entstanden. Ein Radweg führt durch die idyllische Neißeaue, interessante Rastplätze mit Informationstafeln wurden geschaffen. An der ehemaligen Sprungschanze wird vom Säschischen Forstamt Weißwasser seit dem Jahr 2005 jedes Jahr gut besuchte Walderlebnistage durchgeführt.

(von Wilfried Mätzig, Quelle: Aushang an der Schanze)

Marcel Christmann 2009/04/18 10:50