Wolfscamp 2010

Kinder und Wolfsspuren

Das Wolfscamp der Station Junger Naturforscher und Techniker in Weißwasser hat sich in den letzten vier Jahren erfolgreich entwickelt und war von Beginn an bei sächsischen Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Nun nutzen wir diese Popularität als Zugang einer Begegnung im Jahr der Artenvielfalt 2010. Über das gemeinsame Thema des Wolfs als Alleinstellungsmerkmal in der Region finden Kinder zueinander und entdecken Verbindendes. Inhalte des Camps sind Exkursionen, Beobachtungen der Natur, Geländespiele usw. Eine ARD-Dokumentation wird als Diskussionsgrundlage genutzt. Das Thema Wolf wird aus unterschiedlichen Perspektiven (Jäger - Tierschützer- Schäfer) betrachtet, es ist aber z.B. auch ein Vortrag über Spinnentiere geplant, Kreativangebote, Geschichten am Lagerfeuer usw.

Das Wolfscamp fand vom 10. bis 14. Oktober in enger Zusammenarbeit mit dem Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz statt. Die Unterbringung und Verpflegung erfolgte in den Bungalows der Station Junger Naturforscher und Techniker. Partner und Förderer des Camps waren die Stadtwerke Weißwasser/Veolia. Sie sind seit Jahren zuverlässiger Partner der Station bei der Umsetzung umweltpädagogischer Projektangebote.

Bericht vom Wolfscamp 2010

Schon zum sechsten Mal führte die Station Junger Naturforscher und Techniker in der zweiten Herbstferienwoche ihr Wolfscamp durch. 20 Kinder im Alter von 7-12 Jahren nahmen daran teil. Seit die Camps durchgeführt werden sind sie bei sächsischen Kindern sehr beliebt und daher auch immer zeitig ausgebucht. In diesem Jahr nutzten wir diese Popularität als Zugang einer Begegnung im Jahr der Artenvielfalt. Über das gemeinsame Thema des Wolfes als Alleinstellungsmerkmal in der Region fanden Kinder zueinander und entdeckten Verbindendes.

Inhaltliche Methoden waren Exkursionen, Spurensuche, Geländespiel usw. Eine ARD-Dokumentation wurde als Diskussionsgrundlage genutzt. Verschiedene Referenten wurden eingesetzt, die das Thema Wolf aus unterschiedlichen Perspektiven (Jäger - Tierschützer) beleuchteten. Wieviel Wolf steckt noch im Hund? Was bewirkt Züchtung? Diese und andere Fragen konnten geklärt werden. Frau Schumacher stellte Ihre beiden Jagdhunde Asta und Paula vor. Spannend war es für die Kinder zu sehen wie die beiden gelernt haben kranke oder verletzte Tiere aufzususpüren. Natürlich wurde auch gezeigt warum man diese Hunde Vorsteherhunde nennt. Am lustigsten war aber die Tatsache, das es für Vorstehen u.ä. sogar Noten wie in der Schule gibt, bei Prüfungen die sie ablegen müssen. Eine ganz andere Hunderasse lernten die Kinder dann beim Schäfer Neumann kennen. Herdenschutzhunde sehen sehr knuffig aus stellten die Kinder fest, mußten aber lernen, dass man mit ihnen nicht kuscheln soll, um sie nicht von ihrer Aufgabe, dem Beschützen der Schafe abzulenken. Herdenschutzhunde werden schon im Welpenalter auf Schaf und nicht Mensch geprägt, also nicht wie Haustiere.

Aber nach all den aufregenden Erfahrungen durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen und so gab es zum Abschlußabend, nachdem am Lagerfeuer Geschichten gelauscht wurden noch eine zünftige Disco. Einen Dank an dieser Stelle an alle die, die uns schon so viele Jahre unterstützen, Förster Reinhard Göpfert, Wolfsexperte Stefan Kaasche, Schäfer Neumann, Hundehalterin Heike Schumacher. Kinder erhalten über das Erleben einen besseren Bezug zur Umwelt und Vorurteile gegenüber dem Wolf werden abgebaut.

Es erfolgte wie immer eine enge Zusammenarbeit mit dem Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz. Partner und Förderer des Camps waren in diesem Jahr die Stadtwerke Weißwasser/Veolia (sie sind seit Jahren zuverlässiger Partner der Station bei der Umsetzung umweltpädagogischer Projektangebote) und der LJBW (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke).