Zeitensprünge 2010 - Grubenlöcher in und um Weißwasser

Es geht um die Grubenlöcher in und um Weißwasser. Das Zeitenspringer-Team geht der Frage nach:

„Warum gibt es in den Wäldern und sogar in der Stadt so viele sogenannte Restlöcher? Was wurde dort ausgegraben und wofür?“

Die Entwicklung Weißwassers vom sorbischen Heidedorf zur Industriemetropole (insbesondere Glas) wurde wesentlich durch vorhandene Rohstoffe vorangetrieben: Kohle, Holz, Quarzsand, Kies, Lehm, Raseneisenerz. Viele Betriebe entstanden deshalb im 19. Jahrhundert, es erfolgte die Bahnanbindung und schließlich das Stadtrecht. Viele Menschen der Region arbeiteten in den entsprechenden Berufen und sind damit potentielle Zeitzeugen. Die Beschäftigung mit Naturwissenschaften und Technik wird verknüpft mit der Industrie- und Bergbaugeschichte der Region. Der Kohlebergbau und die verbliebenen Glasbetriebe prägen noch heute den Berufs- und Ausbildungsmarkt.

Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein Zeitenspringer-Projekt bearbeiten. Wir sind nun schon zum 3.Mal dabei und zählen somit zu den „alten Hasen“.

Logo Sachsen Zeitensprünge-Logo

Wir auf dem Jugendgeschichtstag 2010 in Dresden

Wir auf dem Jugendgeschichtstag 2010 in Dresden

Hallo, wir haben zwei erlebnisreiche Tage hinter uns. Den Mädchen hat das ganze großen Spaß gemacht und wir wollen weiter an diesem Projekt oder ähnlichen Dingen arbeiten.

drei Mädchen (Steffi, Michelle und Jessica) berichteten:

Am 18.11.2010 (Donnerstag) trafen wir uns mit unseren Betreuern in der Station und fuhren mit dem Stationsbus nach Dresden. Zuerst fuhren wir zum Landtag. Cool – zwei Tage schulfrei! Wir trugen uns in die Teilnehmerlisten ein und erfuhren etwas über den Ablauf der zwei Tage. Anschließend nahmen wir an einem Workshop zum Thema „Arbeiten mit Quellen“ teil. Das war nicht schlecht und bestimmt nützlich für Recherchearbeit. Wir betrachteten Bilder aus der Kunstgeschichte und Fotos, hörten Musik und unterhielten uns darüber. Das können wir bei einem neuen Projekt ganz sicher nutzen. Insgesamt hätte der Workshop nicht so lang sein sollen… Zum Vesper gab es Kuchen und wir lernten andere Teilnehmer aus Chemnitz kennen. Dann kam noch Katrin dazu wir bauten alle gemeinsam den Stand auf (wir hingen die Plakate und die Fotos auf usw.). Zur Übernachtung ging es dann in Richtung „Koje“. Das ist ein Jugendherbergsschiff mitten in Dresden. Der Weg dorthin war nicht einfach zu finden, aber die Umwege störten uns gar nicht, denn wir hatten eine lustige Fahrt. Zum Abendessen gab es Knödel mit Rotkraut und um 22 Uhr sollte dann Nachtruhe sein. Na dann gute Nacht! Es war nicht sehr ruhig im Gang und die Betten auf der Koje sind etwas klein - so große Leute wie Jessica hatten damit ein Problem!

Unser Stand mit Postern, Bagger, etc. Morgens (am 19.11.2010/Freitag) liefen wir zum Landtag (dem Ausstellungsgelände). Die Eröffnung fand im Saal statt und wir hörten eine laaange Rede. (auf Fotos sieht Michelle schlafend aus….) Aber es gab auch Theaterstücke, die sehr interessant waren. Man, die müssen lange geprobt haben! Nach dem Mittag blieben wir an unserem Stand, beantworteten die Fragen interessierter Besucher und beschäftigten uns mit den Fragebögen, die jeweils eine Frage zu jedem Projektstand beinhalteten. Damit wurden wir aber leider nicht fertig. Nach dem Vesper dann die Abschlussveranstaltung: Das Märchen „Aschenputtel“ wurde von einer Projektgruppe vorgetragen – es war so lustig, da es irgendwie gar nicht so ablief, wie man es kannte! Rotkäppchen merkte nicht, das es im falschen Märchen war und ein Prinz erklärte ständig, wie schön er doch sei…. Der Tag wurde dann noch mit einer Power- Point- Präsentation ausgewertet (wie viele Teilnehmer, Mädchen u. Jungen, Schulen usw. …). Der endgültige Abschluss war dann das Abendessen – ein richtig tolles Buffet! Dann begaben wir uns auf die Heimfahrt. An dem nächsten AG-Tag in der Station schauten wir uns gemeinsam mit Frau Wurl und Frau Marschner die Fotos an und erzählten viel.

Es wäre schön, wenn wir an dem Projekt oder ähnlichen Sachen wieder mitmachen könnten!

Zeitenspringer-Tagebuch

  • maerz_2010: Die Projekte wurden in Dresden vorgestellt und die Projektseite angelegt
  • april_2010: Sonderausstellung zur Geschichte der Oberlausitz-Schanze im Museum in Sagar. Kontakte wurden geknüpft zum Beispiel mit dem Glasmuseum.
  • juni_2010: Arbeit an der Netzseite, Materialsammlung und Planung
  • juli_2010: Exkursion in den Tagebau
  • august_2010: Zeitenspringer-Treffen in Dresden
  • september_2010: Mini-Projekte
  • oktober_2010: Ergebnisse aufarbeiten
  • november_2010: Jugendgeschichtstag

März 2010

  • Am 16. März 2010 fand die in Dresden die Auftaktveranstaltung der sächsischen Zeitenspringer-Projekte statt. Alle Projekte wurden kurz vorgestellt, die Projektgruppen hatten die Möglichkeit sich kennen zu lernen und Erfahrungen über vergangene Projekte auszutauschen. In verschiedenen Workshops konnte man sich noch mal über Möglichkeiten des Ablaufs verständigen. So ein Auftakt ist wichtig - man überdenkt sein Thema, nutzt die Zeit für Gespräche und nimmt spontan etwas mit, um einen Anfang zu finden. Zum Abschluss gab es das begehrte Startpaket mit T-shirts und Tasche. Deshalb warteten wir nicht lange…
  • Am Samstag, den 27. März 2010 gab es dann den Projekt-Auftakt in der Station - das Anlegen der Zeitenspringer-Seite und Zusammentragen erster Ideen.
  • Am 28. März 2010 ergab sich die Gelegenheit für ein Gespräch mit Herrn Schicht. Er ist Hobby-Heimathistoriker und kennt sich sehr gut in der Region aus.

April 2010

Eröffnung der Ausstellung im Museum Sagar

  • Am Sonntag, den 4. April 2010 eröffnete das Handwerk- und Gewerbe-Museum Sagar seine Saison. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Sonderausstellung zur Geschichte der Oberlausitz-Schanze. Einige Teilnehmer des Zeitenspringer-Projektes aus dem Vorjahr und Mitglieder des Vereins (Station Weißwasser e.V.) folgten der Einladung.
  • Wir nutzen die Gelegenheit, knüpften Kontate und führten erste Gespräche zu unserem neuen Zeitenspringer-Thema. Es gibt nun auch schon erste Fotos. Mitglieder des Fördervereins (Museum Sagar) erklärten sich bereit, uns bei den Recherchen zu unterstützen. Fritz Woitow erzählt uns Einiges über Raseneisenerz.

Bodenschätze

  • Wir erhalten einige Informationen aus alten Zeitungen und sammeln erst einmal dieses Material.
  • Wir erhielten eine Nachricht von Herrn Günter Segger (er war unser Projektpate beim Zeitenspringer-Projekt „Gelsdorf-Hütte“). Projektleiter Bernd Frommelt vereinbart einen Gesprächstermin mit ihm.
  • Am 12.04.2010 besucht Herr Segger die Station. Er erklärt sich bereit, für uns einige Kontakte zu knüpfen und bei einem der nächsten Team-Treffs dabei zu sein.
  • Weiterhin meldete sich das Glasmuseum, dass wir mit Unterstützung rechnen können.
  • Zur Projektankündigung und -teilnehmerwerbung wird ein TV-Standbild-Bild gestaltet, was im Regionalsender von Weißwasser gezeigt werden soll.
  • Der Zeitenspringer-Treff am Samstag, den 17.04.2010: Wir wollen vorhandene Materialien sichten und in unsere Sammlung einbringen, uns weiter mit der Konkretisierung des Themas, mit dem Projekt-Zeitplan und der Arbeitsaufteilung beschäftigen.
  • Ergebnisse vom 17.4.: Teamseite angelegt, Teilnehmer fotografiert, über die Aufgabenverteilung diskutiert, Ideen für Ziele/Projektergebnisse notiert

Mai 2010

  • Treffen am Samstag 08.05.2010 in der Station: Wir besprechen Themen, sortieren Material, arbeiten an unserer Seite. Dabei sind heute Daniel, Randolf, Sabine, Konrad, ja und „von Weitem“ Katrin am Telefon.
  • Jan sammelt Informationen zu den Bodenschätzen in unserer Region und schreibt darüber.

Juni 2010

  • Treff am Samstag, den 05.06.2010 in der Station: Materialien auf Webseite hochgeladen (einiges im internen Bereich), mit Marius und Maximilian Zeitungsartikel gesichtet.
  • Treff in der Station in Weißwasser am 12. Juni: Karten-Material auf Webseite hochgeladen (im internen Bereich), an der Team- und Tagebuch-Seite gearbeitet (Fotos, Texte aktualisiert)
  • Treff in der Station in Weißwasser am 19. Juni: weitere Termine planen bzw. Termine für Projekttage/Exkursionen, Aufgaben besprechen, Teilnehmerfotos u.a. (Arbeits-)Fotos, Randolf hat detailliertere Aufgabenliste angefangen, Maximilian hat mit Inkscape ein Häkchen für die Aufgabenliste gemalt. DONE
  • Am 28.06.2010 war Daniel zu Besuch in der Station. Er hat die Gartenanlage im Lutherpark (eine ehemalige Grube) fotografiert und die Fotos auf dem Server gespeichert. Nun heißt es für uns - bei nächster Gelegenheit sichten und einige Notizen dazu aufschreiben.

Juli 2010

In der rekultiveirten Fläche

  • Am 6. oder 7. Juli ist eine Exkursion zur Thematik Muskauer Faltenbogen mit dem Video-Team geplant. Verantwortlich ist Sigmar. Fotos hat Marius.
  • Katrin hat Zeitungsartikel gesichtet und zusammengefasst.

Herr Göpfert erklärt

  • Während der Sommerferien ist eine Exkursion in den Tagebau geplant. Der Förster Herr Göpfert begleitet die Kinder und erzählt ihnen viel über Tiere und Pflanzen der Umgebung. Sie erfahren, dass Gruben rekutiviert werden und dort auch wieder Pflanzen wachsen. (Es enstehen viele Fotos, die zeigen, wie interessiert die Kinder ihre Umwelt betrachten.)

August 2010

Zeitenspringertreffen auf der Koje

Am 13./14. August findet das Zeitenspringer-Regionaltreffen in Dresden statt. Wir übernachten auf dem Herbergsschiff „Die Koje“. Es ist immer hilfreich, sich mit den anderen Gruppen auszutauschen. Wir erfahren unterhalten uns über den Arbeitsstand der Projekte und erhalten Tipps zum Thema Projekt-Präsentation. Natürlich nutzen wir die Zeit, uns einen Überblick zu verschaffen, was wir schon zusammengetragen haben und um weitere Ideen zu entwickeln.

Offene Aufgaben:

  • Zeitplan präzisieren
  • Einbeziehen der AG Kreativ/Holzmodellbau (?) - Materialkasten
  • weitere Exkursionen planen - an den Jahnteich, mit NABU, in die Museen(?), den Findlingspark
  • Gespräche mit Partnern vereinbaren

September 2010

Der Jahnteich war früher eine Kohlegrube

  • Am 15.September gehen wir auf Exkursion. Wir wollen zum Jahnteich (ehem. Kohlegrube) - uns die Gegend anschauen, fotografieren und anschließend darüber berichten. Eingeladen sind Mitglieder der AG Naturkunde und der AG Kreativ.
  • nächster (Samstags-)Treff der Zeitenspringer, die an der Webseite arbeiten ist der 25.September 2010 (wie üblich vormittags ab 9.00 Uhr)
  • Termine im Auge behalten (Vorbereitung der Schautafeln nicht vergessen!)

Oktober 2010

 Fotografieren - die Region erkunden

  • Vom 02.10. bis 17.10.2010 sind Herbstferien, das heißt Endspurt. Nach den Ferien bis zum 16.11. sollte alles fertig sein.
  • 20.10.2010 - Exkursion zum Jahnteich mit Frau Wurl und vier Mädchen aus der AG Naturkunde und Kreatives Basteln. Die Mädchen haben Fotos gemacht, Fragen für ein Zeitzeugengespräch vorbereitet und Notizen gesammelt.

November 2010

  • 3.11.2010 - Stefanie, Michelle und Jessica trefen sich mit Randolf und Erika Wurl und tragen die Ergebnisse der Exkursionen zusammen. Die Mädchen schauen sich ihre Fotos und Notizen an und überlegen, wie diese aufbereitet werden können.
  • 8.11.2010 Interwiew - eine Reporterin der Lausitzer Rundschau besucht die Station und informiert sich über den Arbeitsstand
  • 9.11.2010 Das Team sortiert die Exkursionsfotos und klebt gepresste Pflanzen auf. Die Mädchen gestalten 2 Tafeln für den Jugendgeschichtstag.
  • 13.11.2010 letzter Treff des Webseiten-Teams
  • Materialsammlung sortieren, Schaukasten vorbereiten, Druck weiterer (2)Schautafeln
  • Am 18. und 19.11.2010 findet der JUGENDGESCHICHTSTAG im Landtag in Dresden statt. Wir sind dabei und präsentieren unser Projekt!

Projekt-Übersicht

Aufgaben

Was Wer Notizen
DONE aktuelles Tagebuch monatsweise zusammenfassen Maximilian siehe Zeitenspringer-Tagebuch
DONE Übersicht zu Bodenschätzen in der Region Jan zeitenspringer.pdf
Zeitungsartikel zu Faltenbogen: Kurzüberblick zum Inhalt Zeitung: Geopark Muskauer Faltenbogen
DONE Zeitungsartikel … zusammenfassen Katrin  
DONE Gartensparte Lutherpark (hinter Habermanns) Daniel siehe Lutherpark Weißwasser
Rohstoff-Beispiele sammeln (kommt dann in ein Kistchen) FIXME siehe Anschauungsmaterialien
DONE Die Europäische Wasserscheide Marius siehe Zeitung: Wasserscheide
Karten zum Wasserscheidenverlauf in der Gegend erstellen Randolf siehe Zeitung: Wasserscheide
beide Findlinge des Wasserscheidenverlaufs in Weißwasser fotografieren FIXME siehe Zeitung: Wasserscheide
DONE Bilder von Jahnteich AG Naturkunde ua. Bilder hat Randolf
Bilder von der Arnimschen Ziegelei (beim Jahnteich) FIXME Gelände der Waldeisenbahn
Bilder von Torfgrube Weisskeissel Randolf
DONE Übersichtskarte Randolf google-maps
Gruben-Restloch-Bilder auf Panoramio hochladen FIXME
Teamseite Eintrag Daniel Daniel siehe Das Zeitenspringer-Team
Teamseite Eintrag Randolf Randolf siehe Das Zeitenspringer-Team
Teamseite Eintrag Konrad Konrad siehe Das Zeitenspringer-Team
FIXME fortsetzen

Fragestellungen

  • Welche Bodenschätze gibt es in der Region? Wo?
  • Wie sind diese Bodenschätze entstanden? Warum findet man sie hier? (Eiszeit usw.)
  • Welche Abbaumethoden wurden verwendet? Wo? (Unter-Tage, groß angelegte Tagebaue, kleine Gruben, andere wie z.B. Torf-Stechen)
  • Welche Rolle spielte die Kleinbahn für die Gruben?
  • Wie sieht die Nachnutzung aus? Was ist da jetzt (Gärten, See, Loch, Wald…)?
  • Verwendung und Verarbeitung der Materialien → Industrialisierung der Oberlausitz
    • Welche Fördermengen? Qualität und andere Details
    • Welche Produkte wurden damit hergestellt? Wofür wurden die Materialien verwendet?
  • Wie sieht die zeitliche Entwicklung aus?
    • Wann wurden Werke gegründet oder geschlossen?
    • Wann wurden Gruben gestartet und wann stillgelegt?

Geplante Produkte

 erste Hinweise - beim Kartenstudium im Museum Sagar

  • Karten, die verschiedene Informationen kombinieren:
    • Position der Gruben
    • Fotos Zustand heute
    • historische Fotos und Zeichnungen
    • historische Daten: Abbau von bis Jahreszahlen, was wurde abgebaut, wie viel bzw. Fördermengen
    • Kleinbahn als Transportmittel, historische Strecken
    • Standorte der Weiterverarbeitung einzeichnen (z.B. Porzelina, Glaswerke, Brikettfabrik, Ziegelei)
  • Google-Earth Karten (können auch auf Google-Maps) angeschaut werden
  • Anschauungsmaterialen Bodenschätze:
    • Kiste/Schubfach mit typischen Bodenschätzen der Region
    • Braunkohle, Ton, Kies, Raseneisenerz, Ocker, Alaun, Torf, Quarzsand
  • Schautafeln: ???

Das Zeitenspringer-Team

Die Mitglieder unseres Teams sind bzw. waren…

→ Weiterlesen...