Geschichte der Gelsdorfhütte

Von der Gründung bis zum 1. Weltkrieg

1872 die „Glasfabrik Weißwasser Zwahr, Neubauer & Co.“ wird gegründet
1876 Hütte aufgrund von Konkurs geschlossen
1877 als „Glaswerke Gelsdorf, Neubauer & Co. Weißwasser“ von Wilhelm Gelsdorf und 26 anderen Glasmacherfamilien wiedereröffnet
1885 Glasgroßhändler Adolf Ladiges heiratet in Familie Gelsdorf ein > Glasabsatzsicherung
1888 2 weitere Öfen gebaut
1892 Gelsdorf übernimmt Hütte und ändert Firmennamen in „Glaswerke Wilhelm Gelsdorf & Co. Weißwasser“
1905 Sohn Edmund übernimmt kaufmännische und technische Leitung des Betriebes
1906 300 Arbeiter sind beschäftigt
1908 3. Februar: Tod von Wilhelm Gelsdorf > Witwe Emilie Gelsdorf übernimmt Betriebsleitung
1911 Edmund Gelsdorf bildet mit Adolf Ladiges eine GmbH namens „Glaswerke Gelsdorf GmbH Weißwasser O/L“
1916 Tod von Emilie Gelsdorf > Sohn Edmund wird leitender Gesellschafter

Die Goldenen Zwanziger und Nazi-Deutschland

1922 „Glaswerke Gelsdorf GmbH“ ist drittgrößtes Glasunternehmen in Weißwasser, Auswirkungen des 1.Weltkrieges sind überwunden
1927 Lageplan/Gebäude der Gelsdorfhütte 1927
1928 Edmund Gelsdorf ist Direktor des Betriebes
1931 Adolf Ladiges stirbt > Edmund Gelsdorf hat freie Hand über Hütte
1938 während des 2.Weltkrieges Spezialisierung auf Kriegsproduktion
1941-1944 Gelsdorfhütte auf Anweisung der Reichsregierung stillgelegt
1945 Hütte bleibt im Krieg weitestgehend verschont

In Volkes Hand

1946 Produktion wieder aufgenommen, 30. Juni - Edmund Gelsdorf enteignet > die Hütte wird in Volkseigentum überführt
1947 alle Glashütten der Region zur „Industrieverwaltung 29 Bernsdorf“ zusammengeführt
1948 Gelsdorfhütte wird dem „VEB Oberlausitzer Glashüttenwerke“ angegliedert
1951 die Hütte wird zum Lehrbetrieb umgewandelt
1952 Ofen 2 wird abgerissen
1953 Ofengebäude 3 als Turnhalle für Lehrlinge freigegeben
1974 Ofen 1 stillgelegt, Hütte unter Denkmalschutz gestellt
1975 Ofengebäude 3 gesprengt
1988 Versuch, die Hütte zur Ausbildungsstätte und zum Museum umzubauen
1996 Stadtverwaltung und Förderverein Glashütte versuchen, die Hütte als Museum wieder aufzubauen
1997 Einsturz der alten Siemens-Treppenrost-Generatorenanlage
1998 Teile des desolaten Hüttengebäudes stürzen ein