Wolfscamp 2007

Die Mitglieder des Wolfscamps Kinder lernen unsere heimische Tierwelt kennen

Im Februar 2007, in der ersten Woche der Winterferien, führte die Station zum zweiten Mal ein Wolfscamp durch. 20 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren aus dem Raum Weißwasser, Hoyerswerda, Bischofswerda und Niesky waren dabei.

Das Camp war ein Gemeinschaftsprojekt der Station, des Landesverbandes der sächsischen Jugendbildungswerke und des Rietschener Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz.

Schon im August des vorigen Jahres fand das erste dreitägige Wolfscamp statt. Auch das diesjährige Camp stieß auf reges Interesse, so dass es sehr schnell ausgebucht war.

Artikel in der Sächsischen Zeitung - Anklicken zum VergrößernZiel war es, das Interesse der Kinder zu wecken und Ängste zu nehmen. Mit Tischspielen, T-Shirt-Gestaltung, Filmen, Geländespielen und Gesprächen mit den zuständigen Förstern wurden die Kinder an das Thema herangeführt. Beim Tischspiel versetzten sich die Kinder in eine Wolfsfamilie. Es ging um Welpenaufzucht, Rüdenjagd, Rangkämpfe und um die Verständigung der Wölfe untereinander. Die Kinder waren begeistert vom Beobachten seltener Aufnahmen vom Wolf und vom Spurensuchen im freien Gelände. Stephan Kaasche führte die Kinder im Auftrag des Wolfsbüros. „Oft sind sie nicht leicht zu entschlüsseln.“ Er meint, Kinder sollten die Natur selbstverständlich erleben und entdecken, sich aber auch mit Vorurteilen, Klischees und Gegenmeinungen befassen. Das wichtigste ist, dass die Angst vor dem Wolf abgebaut wird. Rotkäppchen ist nur ein Märchen. Solche Fälle würden in der Natur nie passieren.

Viele der Teilnehmer konnten erste oder völlig neue Erfahrungen mit dem Wolf sammeln und stehen seiner Rückkehr in den angestammten Lebensraum jetzt vielleicht weniger kritisch gegenüber. Und bei manchen reifte auch die Erkenntnis, dass es unklug wäre, ihn hier ein zweites Mal auszurotten.