25. Deutsch-Polnische Grafikwerkstatt 2011 in Weißwasser

Die 25. Deutsch-Polnische (Kunst-)Werkstatt fand vom 8. bis 18. August 2011 in Weißwasser statt.

Tagebuch-Bericht

(von Johanna/Dt. und Marta/Pl.)

Montag (8. August)

  mit den Skizzenblöcken durch Zary   wir erfahren etwas über unsere Partnerstadt Wir trafen uns früh um 8 ausgeruht und putzmunter in der Station um nach Zary zu fahren und uns von unseren polnischen Teilnehmern die Stadt zeigen zu lassen und ein paar Skizzen festzuhalten. Gesagt- getan! nach kurzer Vorstellungsrunde im Kulturhaus Zary machten wir uns auch schon auf den Weg um das Vorgenommene in die Tat umzusetzen. Dabei begaben wir uns nicht nur in den strömenden Regen – nein, beim Aufstieg auf den Kirchturm auch noch in Lebensgefahr. Da dennoch alle – wenn auch mit Schreck – überlebten, konnten wir um halb vier dann endlich unser Mittagessen genießen. Am Nachmittag fuhren die Busse dann Richtung Weißwasser um den Rest des Abends hier zu verbringen – die Sachen auszupacken, die Bungalows zu beziehen und erste alte Kontakte wieder aufzufrischen. Zufrieden und geschafft warfen wir uns dann auch schon relativ zeitig ins Bett.

Dienstag (9. August)

   Nach einem ausgiebigen, wenn auch gehetzten Frühstück ging es für uns alle ins Kraftwerk Boxberg. Wir bekamen eine kleine Einführung und wurden dann von Reiner Franz an die künstlerisch interessanten Orte geführt um auch dort wieder einige Skizzen zu machen. Nachdem die unterschiedlichsten Zeichnungen in den Skizzenbüchern festgehalten waren, ging es – diesmal wirklich mittags – zum Mittagessen. Der Nachmittag galt auch ganz und gar der Kunst, bis wir um vier zurück nach Weißwasser in die Station fuhren. Abendessen und Freizeit folgten.

Mittwoch (10. August)

Der erste Tag, der in der Station statt fand. Nach dem Frühstück versammelten wir uns alle im Saal um gegenseitig die Skizzen mit kritischem Auge zu betrachten und erste Motive zur Umsetzung herauszusuchen. Danach begann auch schon die eigentliche Arbeit. Das transparente und das Blaupapier raschelte und der Stift wurde geschwungen. Am Nachmittag liefen wir zur Sparkasse, um die Vernissage unserer Kunstwerke des letzten Sommers mitzuerleben („Ausstellung Natur & Kunst - Borowice 2010“). Auch dieser Abend klang gemütlich aus.

Donnerstag (11. August)

 Der Donnerstag führte uns Künstler nach Spremberg. Am Vormittag besuchten wir das Heidemuseum und fertigten Skizzen rund um das alte Schloss mit Schwanensee und Georgenberg an. Das Wetter verschmierte so manche Skizze, da der Regen uns immer wieder überraschte. Nach einer stärkenden, warmen Mahlzeit ging es in die Stadt – zum Marktplatz. Nun stand die Kunst nicht mehr unmittelbar im Mittelpunkt. Wir hatten Freizeit, wobei auch diesmal jeder mindestens eine Skizze anfertigte. Der Abend führte einige von uns in den Saal um an den Druckstöcken, Skizzen oder Ideen weiterzuarbeiten und den Rest von uns in die Bungalows, um in kleinen Gruppen den Abend zu genießen.

Freitag (12. August)

 Der Freitag Vormittag begann mit dem Arbeiten an den Kunstwerken. Das erste Mal wurde intensiv geschnitzt, geschnitten und gekratzt. Der Nachmittag verlief ähnlich. Die ersten Drucke wurden gemacht und jeder konnte sich seine Zeit selbst einteilen. In der Küche hieß es: Wir treffen uns zum Kuchen backen! Natürlich wurde ein polnisches und ein deutsches Rezept ausprobiert.

Den Höhepunkt des Abends lieferte uns die ehemalige Band 'TEXET' mit einer Mischung aus Musik und Unterhaltung. Auch wenn die meist witzigen und ideenreichen Texte trotz Übersetzerin nicht von allen Teilnehmern verstanden werden konnten, so begeisterte uns dennoch alle die Musik. FIXME - Wer hat Fotos von dem Abend?

Samstag (13. August)

Auch der Samstag wurde zum Arbeiten genutzt oder eben zur eigenen Freizeitgestaltung. Nachmittags gab es die am Vortag gebackenen Kuchen. Am Abend saßen wir alle gemütlich mit heißen Kartoffeln ums Lagerfeuer und feierten in den Geburtstag zwei unserer Teilnehmer hinein (eine deutsch-polnische Geburtstagsfeier!).

Sonntag (14. August)

Der Vormittag wurde von einigen Teilnehmern zum Arbeiten genutzt während unsere glaubensfesten Freunde in die Kirche gingen. Mittags machten wir uns auf den weg zum Turmcafe. Nachdem uns dort das essen schmeckte ging es weiter nach Pechern zur Schlauchboottour. Am Abend fielen alle erschöpft ins Bett.

Montag (15. August)

Arbeit war das Motto des Montages. Von früh bis spät wurde gewerkelt und gedruckt. Am Abend lauschten wir einer Präsentation einer unserer polnischen Teilnehmerinnen und schauten gemeinsam einen deutschen Film - natürlich mit polnischen Untertiteln.

Dienstag (16. August)

…Grafische Arbeit, Spaziergänge durch die Stadt, Integrationsspiele…

Mittwoch (17. August)

Ein ereignisreicher Tag! Die polnischen Teilnehmer überraschten uns mit einem „Geländespiel“ - es galt einen Schatz zu finden - ja, wir mussten unsere Gastgeschenke im Gelände der Station suchen. Dabei hatten wir noch viel zu tun, um die Abschlussveranstaltung vorzubereiten. (FIXME: Foto von der Abschlussveranstaltung?) Einige Teilnehmer waren noch mit der Gestaltung ihrer Mappen und Taschen beschäftigt und pünktlich um 16.00 Uhr liefen wir los zum Aussichtsturm, dem „Turm am schweren Berg“. Dort legten wir unsere Arbeiten aus und unterhielten uns mit den Besuchern. Zwei deutsche Teilnehmerinnen boten die musikalische Umrahmung. Unsere Betreuer berichteten über den Verlauf der 25. Deutsch-Polnischen Werkstatt. Es gab ein leckeres Abendbrot und schließlich noch gemütlichen Ausklang in der Station.

Donnerstag (18. August)

…und schon waren die 10 Tage wieder vorbei. Es hieß Abschied nehmen und die polnischen Teilnehmer begaben sich auf die Heimreise. Im Februar 2012 sollen die Grafiken in einer Ausstellung im Kraftwerk Boxberg zu sehen sein - und dort gibt es sicher ein Wiedersehen für einige Teilnehmer!…

Dank an alle, die zum Gelingen des Projektes beitrugen!!!