Unsere Weidenprojekte

Planung und Konzeption

Kinder, Jugendliche, Menschen überhaupt brauchen einen Ort, einen Unterschlupf, um sich zu treffen, miteinander reden zu können, einen Ort der Kommunikation, einen Ort der Zuflucht. Vorgefertigte und hingesetzte Sitzgruppen werden erfahrungsgemäß oft schlecht angenommen und immer wieder zerstört.

Eine Alternative hierzu kann ein in gemeinsamer Tätigkeit geschaffenes lebendes Haus aus Weide sein. Aber wie soll das funktionieren? Im Projekt „Das Weidenhaus - der erste Schritt“ wurden vom 26.03. bis 28.03.2004 erste Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit dem Baustoff „Weide“ vermittelt.

Dabei wurden unter anderem folgende Fragen erörtert:

  • Welche Weide ist für Bauwerke geeignet?
  • Wann und wie wird Weide geschnitten?
  • Wo findet man diese Weide?
  • Welche Werkzeuge sind notwendig?
  • Welche Materialien braucht man außerdem?
  • Wie wird erreicht, dass die Weide auch wieder austreibt?
  • Wie kann ein Weidenbauwerk gestaltet werden? Welche Tricks gibt es dabei?

Der praktische Teil führt dazu, dass die Teilnehmer unter professioneller Anleitung gemeinsam mindestens ein kleineres Bauwerk nach ihren Vorstellungen schaffen und das theoretisch angeeignete Wissen in die Tat umsetzen.

Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Förderung über LOS - Lokales Kapital für Soziale Zwecke, mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union - den Europäischen Sozialfonds.

Leben im Weidenhaus

Das Schöne an dem Projekt Weidenhaus ist wohl seine Lebendigkeit, die uns im Laufe der zeit erst richtig bewusst wird.

Es wurde ein natürliches Baumaterial verwendet, was nun tatsächlich wächst und damit das Bauwerk verändert.

Der Lauf der Jahreszeiten spiegelt sich wider und wir schauen mit Abstand auf die kühlen Tage der Bauphase zurück. Es gibt keinen Besucher, der sich dem Anblick unseres Bauwerkes entziehen kann.

Das Weidenhaus war Ziel einer Familienwanderung des Schlupfwinkels e.V. und wird in unsere Angebote für Schulklassen einbezogen.

Beim Parcours der Sinne sitzen die Kinder im Haus und warten darauf, anschließend den Barfuß-Pfad zu erkunden. Bestimmt eröffnen sich noch unzählige Möglichkeiten der Nutzung die Ideen wird die Zeit und die Kreativität der Mitarbeiter der Station und ihrer Besucher bringen.

Weidenprojekt 2007

Das Vorschneiden der Weidenstämme Vom 9. bis 11. März 2007 führte der Schlupfwinkel e.V. wieder, wie schon im Jahr 2004, in Kooperation mit der Station Junger Techniker ein Weidenprojekt durch, bei dem ein knappes Dutzend Erwachsene ein neues Weidenhaus an das schon Vorhandene anbauten. Dabei entstand zusätzlich zum schon bestehenden Weidenbauwerk ein Weidentunnel. Die Familie Stegemann wurde als Referenten eingeladen und half den Teilnehmern wieder bei der Planung und Ausführung des Baues.

Weidenprojekt 2004

Am letzten März-Wochenende nutzten 15 Frauen und Männer die Gelegenheit, etwas für sie völlig Neues auszuprobieren. Der Generationstreff „ SpinnNetz“ des Schlupfwinkel e.V. in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendfreizeit e.V. lud vorrangig Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen zum Projekt „Das Weidenhaus“ auf das Gelände der Station Junger Naturforscher und Techniker ein. Wenn auch der Freitag mit Schnee und Kälte manch Einen zweifeln ließ, ob es für Weidenbau die richtige Zeit ist, ließen sich selbst Skeptiker vom Weidenbau anstecken. Egal ob E-Monteur, Erzieherin, Bauingenieur, Holzmodellbauer, Lehrerin oder Designerin - jeder fand seinen Platz. Sägen, schleppen, graben, binden, schneiden - Dank der fachlichen Anleitung der Familie Stegemann aus Zittau entstand am Wochenende ein großes Weidenhaus, eine Weidenbank und eine Reisigbank. Neben den neuen Erfahrungen, die sich auf den Werkstoff „Weide“ als Baumaterial und der damit möglichen Grünflächengestaltung bezogen, war natürlich auch der soziale Aspekt von großer Bedeutung. In kürzester Zeit kam man über die gemeinsame Tätigkeit ins Gespräch, konnte Erfahrungen austauschen und die Arbeit im Team, das Schaffen, Experimentieren, Ausprobieren ließ für die Zeit das Alltagsgrau verschwinden. Das durch LOS, Europäische Union und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützte Projekt war für die Teilnehmer und die Organisatoren ein voller Erfolg.