21.-25.10.'13 VideoCamp Spuk und Spaß

Nachdem sich im ersten Jahr des Projektes das Thema „Kriminalfilm“ in seinen wesentlichsten Elementen (Ausgangssituation-Ermittlung-Auflösung) als Wunsch der Projektteilnehmer ergeben hatte, wollten wir in diesem Jahr versuchen, das Thema „Horrorfilm“ zu bearbeiten. Schwerpunkt dabei sollte es sein, die Möglichkeiten, die Schnitttechniken, Blenden und Computereffekte bieten, den Teilnehmern näher zu bringen.

An der Projektwoche nahmen drei Kinder, ein Jugendlicher und ein junger Erwachsener im Alter zwischen 12 und 21 Jahren teil. Zwei waren schon im Vorjahr dabei. Bei der Entwicklung der Story gab es eine Reihe von Vorschlägen und schon hier hatten wir viel Spaß. Wegen des sehr engen Zeitrahmens mussten wir uns auf die Effekte und Situationen einigen, die mit relativ geringem Zeitaufwand realisierbar waren aber unsere Ideen konnten wir fast komplett umsetzen! Die Verteilung der Rollen und Spezialaufgaben lief Dank der großen Bereitschaft der Teil-nehmer völlig problemlos. Bemerkenswert war die große Spielfreude alle Teilnehmer von Beginn an. Es gelang ihnen recht gut, sich in die jeweilige fiktive Situation hinein zu versetzen. Es gab keine festgeschriebenen Texte (die Zeit wäre zu kurz gewesen, um Rollentexte auswendig zu lernen), nur eine kurze Situationsbeschreibung vor dem Dreh der jeweiligen Szenen. Alle zeigten ein gutes Einfühlungsvermögen und Improvisationstalent als es darum ging, Erschrecken und Überraschung als erlebte Emotion mimisch darzustellen. Die wichtigsten Szenen filmte Marius (ehemaliges Mitglied der AG „Videotechnik“ an der Station), aber auch die anderen Teilnehmer hatten keine Berührungsängste im Umgang mit der Kamera. Auch beim Schneiden und bei der Erstellung von Vor- und Abspann sowie des Covers agierten die Teilnehmer nach einer kurzen Demonstration weitgehend selbstständig.

Bericht von Eberhard Walkowiak (Projektleiter)

Wochenplan

  • Montag 9.00-10.00 Uhr: Teilnehmer/-innen lernen einander kennen (kleine Vorstellungsrunde) Projektleiter informiert über die Grundidee („Gruselfilm“) und wir stimmen den Plan für die Woche ab:
    • Ziel (Was wollen wir?)
    • Vorgehensweisen und Methoden (Wie machen wir das?)
    • technische Details im Überblick (Was brauchen wir?)
    • Interesssen und Neigungen (Wer kann/möchte was machen?)
    • Reihenfolge der Arbeitsabläufe (was - wann?)
  • Montag 10.00-12.00 Uhr: etwas Medientheorie, Medienbegriff allgemein, dann speziell auf unseren Film bezogen:
    • Einteilung, Darstellungsformen, Möglichkeiten, Grenzen, Gefahren
    • Kamera, Einstellungen, Hauptfehler bei Aufnahmen
    • Kurzvorstellung Videoschnittprogramm am Computer
    • Demo: Filmtricks und Effekte
    • Sammlung erster Ideen für „unseren“ „Gruselfilm“ilm (Visualisierung!) und Abstimmung
  • Montag 12.30-15.00 Uhr: Entwicklung der Story (Inhalte und Szeneneffekte)
    • Herstellung unseres „Gespenstes“
    • Aufgabenverteilung (Rollen, Kamera, Spezialaufgaben …)
    • Dialoge, Drehorte (Sets) und Situationen, in die die Teilnehmer geraten sollten
    • Auswertung des Tages
  • Dienstag 9.00-12.00 Uhr: Diskussion/Abstimmung über eventuelle Veränderungen/Ergänzungen danach drehen der ersten Szenen
  • Dienstag 12.30-15.00 Uhr: Schneiden der ersten Szenen
  • Mittwoch und Donnerstag 9.00-12.00 Uhr: Dreharbeiten
  • Mittwoch und Donnerstag 12.30-15.00 Uhr: Filmschnitt
  • Freitag 9.00-13.00 Uhr: restliche Schnittarbeiten, Vorspann/Abspann, Covergestaltung
  • Freitag 13.00-15.00 Uhr: Uraufführung/Präsentation in der Station, Auswertung der Woche bei Kakao, Kuchen, Eis
 

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