Abu Dhabi: Zweiter Tag auf der Messe

Inspiring Youth through science and technology initiatives.

Heute fand der zweite von drei Messetagen statt. Insgesamt nehmen 86 Delegationen mit 694 Projekten teil. Das sind 1875 TeilnehmerInnen aus 57 Ländern, 582 Voluntäre (z.B. Friends of Delegation) und 442 Betreuer. Wir sind in 11 Hotels untergebracht und mit 43 Bussen unterwegs. Es wurden wohl ca. 27.000 Mahlzeiten an den Buffets verspeist. Am ersten Tag gab es 3.980 Besucher und heute waren es 6.132.

Heute waren im Vergleich zu gestern noch mehr Besucher auf der Messe. Vor allem Schulklassen von Grundschule bis Studenten. Neben den Präsentationen haben wir auch noch weiter mit Erfolg an unseren Projekten gearbeitet und viele der anderen Teilnehmer an ihren Ständen besucht. Heute berichtet Robin, was er entdeckt hat.

Projekt Warndreieck

Zwei Jugendliche aus den Emiraten haben einen fahrbares Warndreieck konstruiert und gebaut. Es soll bei Unfällen, z.B. beim Auslösen des Airbags, automatisch aus dem Auto auf die Straße fahren. Dabei richtet sich das Warndreieck auf. Es soll ca. 25m weit fahren aber vor Hindernissen stoppen. Dazu haben sie einen Ultraschall-Sensor eingebaut. Zusätzlich kann man per Fernbedienung das Warndreieck an beliebiger Stelle positionieren.

Eine offene Frage für die weitere Entwicklung sind noch Kanalisationsschächte. Gerade fehlende Gullideckel verursachen gehäuft Zwischenfälle. Aber genau dann hilft das autonome Warndreieck nicht viel, wenn es zielsicher den Schacht findet. Eine mögliche Lösung wären zum Beispiel RFID-Sender in den Schächten…

Projekt Feuerwehrdrohne

Ebenfalls eine junge Dame aus den Emiraten hat sich Gedanken über das Löschen von Feuern in schwer zugänglichen Bereichen gemacht. Dafür hat sie eine ultraleichte Drohne mit einer Löschmittelwietwurfvorrichtung ausgestattet — naja eher eine Kanone. Die Bälle die die Drohne verschießt sind mit Löschpulver gefüllt und platzen beim Aufprall. Die Drohne ist ziemlich wendig und kann per Fernbedienung auch an hohen Häusern eingesetzt werden. Dazu hat die Drohne auch GPS und eine Funk-Kamera.

Auf dem Foto lobt Robin das großartige Projekt. Wir überlegen noch, ob es nicht auch noch für etwas anderes nützlich wäre. Bei dem hiesigen Bombenwetter wären Wasserballons auf Kindergeburtstagen sicherlich eine ökonomisch interessante Option. Die eingebaute Kamera kann gleich auch Erinnerungfotos zur Erkennungsdienstlichen Behandlung beisteuern.

Projekt Computerspiel Bedrohte Tierarten

Das nächste Projekt kommt aus Paraguay. Die beiden Schüler haben ein Videospiel entwickelt welches das Ziel hat Aufmerksamkeit auf bedrohte Tierarten zu wecken. Im Prinzip bewegt man mit den Pfeiltasten ein kleines Männchen, welches wie Pacman Geldmünzen für den nächsten Klimapakt sammelt. Dabei findet man auch Schlüssel die den Weg in weitere Räume öffnen. Und man kann bedrohte Tiere einfangen bzw. wird von gefährlichen Tieren gejagt. Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern läuft noch ein Klimawandel-Ultimatum ab.

Noch realistischer könnte es werden, wenn die Uhr gegen ein Thermometer mit der Durchschnittstemperatur ausgetauscht wird. Die Aktivitäten im Spiel verändern dann die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs bis das Klima kippt und nicht nur der Bärwalder See.

Projekt Dattel-Pflücker besser als in Monkey Island

Traditionell werden Datteln manuell geerntet, d.h. Mann steigt auf die Palme und löst die Datteln mit einem scharfen Messer. Die drei jungen Frauen entwickelten einen automatisierten Dattel-Pflücker. Für das Modell des Prototypen haben sie Lego Mindstorms Teile verwendet. Ein Seilzugsystem bringt den Pflücker auf die Palme und ein Farbsensor identifiziert die reifen Datteln, also einen roten statt blauen Ball. Anschließend bringt der Pflücker die Datteln sicher auf den Boden. Dies erleichtert erheblich die Arbeit.

... und vieles mehr

Exkursionen am Abend

Ein paar von uns sind ins Emirates Palace Hotel gefahren. Wir sind mit dem Taxi vorgefahren und wurden vom Portier ins Hotel geleitet. Alles Gold, kostbare Speisen, nicht nur mit vergoldetem Preis. Der Empfangsbereich ist eine große mehretagige Halle mit Kuppel. Es gibt Geschäfte für alle Träume – auch Albträume für Ehemänner. Auf dem Rückweg sind wir am Strand lang gelaufen, haben den Sonnenuntergang genossen und das eingezäunte Wasser bestaunt. Es war sehr warm und salzig.

Die andere Gruppe ist zu einem historischen Platz gefahren an dem die Geschichte der Stadt Abu Dhabi begann. Dort gibt es ein Museum mit zeitgenössischer Malerei. Nach der Museumsbesichtigung hatten wir ein exklusives Treffen mit einem berühmten arabischen Kaligraphen. Vor dem Museum wurde ein traditioneller Gesang der hiesigen Beduinen aufgeführt. Es war ein Frage-Antwort-Gesang bei dem es darum ging, Grüße an Verwandte auszurichten. Beeindruckend war der abrubte Stop beim ersten Ton de Muezzin.

Randolf hat mal Pause gemacht und ist gemütlich zu Fuß von der Messe zum Hotel gelaufen. Der Dorfkonsum CarreFour ist ziemlich groß und hat eine colle Abteilung für Honig, Öle, Gewürze, Nüsse und Knabberzeug.

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