Infoveranstaltung zum Kupfer-Bergbau am 06.01.2016

Am Mittwoch den 6. Januar um 18:00 Uhr informiert der Verein „Lausitzer Initiative gegen Rohstoffpiraterie“ über ihre Erkenntnisse zum geplanten Kupfer-Bergbau in der Lausitz. Die öffentliche Veranstaltung findet im Saal der Station Junger Naturforscher und Techniker, Prof.-Wagenfeld-Ring 130 in Weißwasser statt. Wenn ein Fahrdienst erwünscht wird, ist das möglich unter Tel. 0162 7253072.

Die Mitglieder der Lausitzer Initiative gegen Rohstoffpiraterie wollten herausfinden, was da genau vor ihrer Haustür, ihrem Haus und Hof, geschehen soll. Seitdem sucht sich der Verein mühsam in Gesprächen, Akteneinsichten und Briefkontakten selbst notwendige Informationen zusammen, um die Lage einschätzen zu können. Ziel sind sachlich fundierte Erklärungen basierend auf umfangreichen Gesprächen mit den beteiligten Stellen KGHM Kupfer AG, dem Oberbergamt Freiberg, der sächsischen Staatskanzlei und dem Landkreis Görlitz.

Grund ist die persönliche Betroffenheit, denn das Verfahren, Bakterien und Chemie zum Herauslösen des Kupfers in weniger als 1000 m Tiefe zu verwenden, ist noch nicht erprobt. Was passiert mit den Bakterien? Wie und wo werden die Chemikalien entsorgt? Ist die Neiße in Gefahr? Was hat das für Auswirkungen auf unser Trinkwasser? Wie wertsicher ist mein Grund und Boden noch? Kann ich das Obst und Gemüse aus meinem Garten noch essen? Und wirtschaftliche Fragen wie: Kommen noch Tourist*innen, wenn die Heide- und Teichlandschaft, der Oder-Neiße-Radweg, die Kulturinsel Einsiedel, Erlichthof Rietschen und der Muskauer Park umgeben sind von meterhohen volltechnisierten Bohrtürmen?

Der Verein informierte im Oktober bereits Vertreter des Stadtrats über das „Feldforschungsprojekt“, das sich von Deschka bis Brandenburg und über die Neiße erstreckt. Nun wiederum laden diese zur öffentlichen Information und Diskussion ein: „Als Wählervereinigung für Kinder, Jugend und Familie (KJiK) und Wählervereinigung Wir für hier und Betroffene fordern wir eine umfassende und lückenlose Information über das Projekt. Wir fordern dazu auf, die Ängste und Sorgen der Bürger*innen ernst zu nehmen. Wir unterstützen engagierte Bürger*innen, die sich für ihren Lebensraum und ihre Zukunft einsetzen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir, unsere Kinder und Enkelkinder auch in 10 Jahren noch hier leben werden und wollen.“