Jahresrückblick 2009

Ausstellungen/Wettbewerbe: Kunst, Technik und Natur

  • Deutsch-Polnische Kunstausstellungen in der Galerie KUNSTSCHMIEDE Weißwasser (Grafiken), im Landratsamt Niesky und im Foyer des Krankenhauses Weißwasser (Malerei/„Bilder aus dem Riesengebirge“)
  • Ausstellung der Erwachsenen-AG (Malerei u. Grafik) im Rathaus Reichenbach und im Foyer des Krankenhauses
  • Ausstellung über die Reise zur Sonnenfinsternis (Nowosibirsk 2008) in den Stadtwerken Weißwasser
  • Ausstellung „Jugendarbeit im Wandel der Zeit“ im SpinnNetz
  • Expo Science in im März Belgien (Teilnahme der Erstplatzierten des 1. Sächsischen Konstruktionswettbewerbes 2008)
  • 2. Sächsischer Konstruktionswettbewerb im Juni in Rabutz
  • Vorstellung des Zeitenspringerprojektes „Die Oberlausitzschanze in Sagar“ zum Jugendgeschichtstag im November Sächsischen Landtag in Dresden
  • Teilnahme an verschiedenen Mal- und Zeichenwettbewerben (Internat.Wettbewerb „Malen für den Frieden“,Volksbank, Natz Hoyerswerda)

Veranstaltungen, Ferien-Bastel-Angebote

  • Faschingsveranstaltungen
  • saisongerechte Bastelangebote für alle Jahreszeiten
  • spezielle Ferienprogramme für Winter-, Sommer- und Herbstferien
  • 5. Europäischer Wissenschaftstag der Jugend zum Thema „Optik“ im April
  • Pfad der Sinne, „Paule Platsch“ (Experimente mit Wasser für Kinder)
  • Tag der offenen Stationstür/Tag der Technik - unser großes Sommerfest
  • Weltkindertagsfest im September
  • Schnuppertage für die 5. Klassen zum Schuljahresbeginn
  • Drachenfest im Freizeitpark Weißwasser
  • “….ist so anders!“ - Filme, Texte, Diskussionen mit Kindern und Eltern zusammen

5. Europäischer Wissenschaftstag der Jugend zum Thema „Optik“

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Am 30.04.2009 fand der 5. Europäische Wissenschaftstag für Kinder und Jugendliche (ESDY) statt. Diese besondere Form der internationalen Jugendarbeit begeistert jährlich viele Kinder und Jugendliche. Das Thema in diesem Jahr war „Optik“ und in der Station junger Naturforscher bauten wir „Wahrnehmungsverstärker“.)

Tag des Wassers und die Veolia Umwelt-Box

wassermusik.jpg Am 11.Juni fand in der Station das erste Mal der Tag des Wassers statt. Drei Klassen aus umliegenden Grundschulen konnten hier experimentieren und Versuche mit Wasser durchführen. Versuche zur Wasserdichte, Schwimmfähigkeit verschiedener Gegenstände, sowie Einfluss von Masse und Form auf diese, konnten draußen im Freien getestet werden. Die Kinder machten eigenes Wassereis und lernten dabei etwas über den Gefrierpunkt und andere Aggregatzustände des Wasser. Eine durch Wasserdruck getriebene Rakete stieg über der Station in den Himmel. Abgerundet wurde der Tag durch die Wasserbar der Veolia-Stiftung, an der sich die Kinder leckeres kühles Wasser in verschiedenen Geschmacksrichtungen holen konnten. Dieser Tag sollte zur Tradition werden!

2009 waren wir erstmalig in allen städtischen Kindereinrichtungen mit der Umweltbox der Veolia-Stiftung unterwegs. Immer in der letzten Woche des Monates gehen wir in die Kitas und führen mit den Vorschulkindern Experimente durch. Vorschulkinder lernen so bei einfachsten Experimenten, die Spass machen und Neugier wecken sollen, Zusammenhänge herauszufinden und Beobachtungsgabe zu schulen.

Tag der offenen Station - Tag der Technik - Unser Sommerfest

Der Tag der offenen Tür/Tag der Technik ist eines der großen Highlights im Jahr, wo das vielseitige Freizeitangebot der Station präsentiert wird und unterschiedliche Kinder- und Jugendinstitutionen aus unserer Region zusammen kommem. Das große Motto der Veranstaltung bietet Kindern und Familien einen Nachmittag voller Spiel, Spaß und Leckereien. Am 14.Juni wurde das weitläufige Gelände der Station von einem riesigen Ansturm an kleinen Menschen erobert, zu entdecken gab es Allerlei. Auf besonderes Interesse stießen die Vorführungen auf der Freilichtbühne. Kleine Künstler von der Tanzschule „Kristall“ und der Musikschule „Fröhlich“ demonstrierten ihr Können. Aber auch sportliche Aktivitäten, wie Seilbahnrutschen und natürlich die Hüpfburg lockten viele. An der Samowar-Bar konnte man sich mit exotischem Tee und sprudelnden Getränken erfrischen und hungrige Mägen wurden mit selbstgebackem Kuchen, Bratwurst vom Grill oder Knüppelbrot am Lagerfeuer gefüllt.

Unser Fazit: Ein gelungenes Sommerfest in diesem Jahr, bis zu 500 glückliche Gesichter und unzählige, leer gegessene Kuchenbleche und Schüsseln.

Schnuppertage für die 5. Klassen

Am 17.09.2009 fand an unserer Station der jährliche Kennenlerntag statt. Sinn dieser Veranstaltung war es, den Schülern Möglichkeiten der außerschulischen Beschäftigung zu zeigen. Auch dieses Mal waren Schüler und Lehrer der 5. Klasse der Bruno-Bürgel-Mittelschule bei uns zu Besuch. Der Leiter der Station, Bernd Frommelt, präsentierte die AGs, Projekte und Angebote der Station. Danach hatten die Kinder Zeit, die AGs kennenzulernen. Desweiteren wurden Flyer mit den Wochenangeboten der Station verteilt. Es herrschte reges Interesse bei den Schülern und Lehrern an den Angeboten. Wir sind alle gespannt, für welche Angebote sich die Schüler entscheiden werden.

“….ist so anders!“ - Filme, Texte, Diskussionen mit Kindern und Eltern zusammen

Im Februar fand mit den Kindern der Kindertagesstätte Kinderland und deren Eltern, eine Veranstaltung zum Thema “….ist so anders!“ statt. Dabei sollten Vorurteile gegenüber unseren Mitmenschen abgebaut werden. Den Eltern wurde zu diesem Thema ein interessanter Vortrag gehalten, der durch einen kleinen Film unterstützt wurde. Als Ausklang fand eine Diskussionsrunde statt, in der die Eltern ihre Meinungen äußern konnten. Parallel dazu, fand ein Angebot für die Kinder statt. Den kleinen wurde das Buch „Irgendwie anders“ vorgestellt und vorgelesen. In dem Buch ging es um „Irgendwie Anders“, der ganz allein und ohne Freund auf einem hohen Berg lebte. Keiner wollte es was mit ihm zu tun haben, weil er anders war. Eines Abends klopfte es an seiner Tür. Draußen stand jemand, der sehr seltsam aussah, ganz anders als Irgendwie Anders. Aber er behauptete, zu sein wie er, irgendwie anders. Seit diesem Abend hat Irgendwie Anders einen Freund, und sollte nochmals jemand an seiner Tür klopfen, der irgendwie anders aussieht als sie beide, so werden sie einfach ein Stück zusammenrücken und nicht sagen: “Du gehörst nicht zu uns, denn du bist anders!“ Zum Abschluss des Angebotes, hat sich jedes Kind selbst gemalt, mit Dingen die es ausmacht. Zum Beispiel: mit Zopf oder mit Brille. Die Selbstportraits wurden auf einem großen Blatt Papier zusammen geführt und ausgehangen. Diese Veranstaltung wurden von Eltern und Kinder gut angenommen.

Projekte in und mit der Station

Wolfscamps im August und Oktober

Schon zum 5. Mal trafen sich im Herbst interessierte Kinder in der Station um mehr über das Leben der Wölfe zu erfahren. 20 Kinder aus ganz Sachsen im Alter von 8 - 12 Jahren nahmen teil. Sie sahen sich die ARD-Dokumentation „Wölfe im Vormarsch“ an konnten im Anschluss daran einen der Hauptdarsteller (Jäger Reinhard Göpfert) befragen. Sie erfuhren wie die Wölfe leben und warum haben so viele Menschen Angst vor ihnen. Stephan Kaasche hatte Antworten auf alle Fragen. Schäfer Neumann erklärte wie man sich helfen kann wenn man Tiere züchtet und im Wolfsgebiet lebt. Die Kinder besuchten das Wolfsmuseum in Rietschen, im Tagebaugelände hielten sie nach Wolfsspuren Ausschau. Das Geländespiel machte allen Spaß und bei einem Quiz konnte jeder sein Wissen unter Beweis stellen. Viel zu schnell war die Woche vorbei! Es wurde mit Ton gearbeitet, T-Shirts gestaltet, Gipsabdrücke von Spuren gegossen, gelernt und gelacht! Mit dem Camp-Tagebuch konnte jeder seine Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Jeder Teilnehmer erhielt die Ehrenmedallie des Nochtener Rudels und einige warten schon auf das nächste Camp im Herbst 2010.

Erstmalig trafen sich in diesem Jahr Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Polen, um gemeinsam mehr über den Wolf in unserer Region zu erfahren. Die polnischen Kids nutzten die Gelegenheit, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und wir konnten versuchen, ein paar Begriffe in polnisch zu erlernen. Wolf heißt Wilki, das hatte man schnell drauf. Am ersten Abend ging es raus in Richtung Trebendorf, wo uns Schäfer Neumann mit seinem Herdenschutzhund Anton und dessen Sohn erwartete. Wie gut die aufpassten, konnte man gleich sehen, sie empfingen uns mit lautem Gebell! Auch in diesem Camp unterstützte uns wieder Stefan Kaasche, indem er Interessantes über den Wolf erklärte. Spannend war, dass wir nachts loszogen, um mit den Wölfen zu heulen. Bei der Filmdokumentation „Wölfe im Vormarsch“ kamen eine Menge Fragen zusammen. Wie gut, dass Herr Göpfert (passionierter Jäger) uns anschließend soviel wie möglich davon beantworten konnte. Auch die polnischen Kinder verstanden alles (die Turmvilla Bad Muskau hatte uns mit Overheads unterstützt für die Übersetzung). Geländespiele und Aktionspiele rundeten die gemeinsame Woche ab. In der knapp bemessenen Freizeit konnten wir uns T-shirts oder Stoffbeutel bedrucken und Baden gehen. Für den letzten Abend planten alle zusammen eine Abschlußdisco.

Zeitenspringer: Die Geschichte der Skisprung-Schanze in Sagar

Holzmodell

2009 stand ein neues spannendes Projekt zur Debatte: Die Skisprungschanze in der Oberlausitz. Diese wurde 1953, bei Sagar an der Neiße erbaut und im Jahre 1994 wegen Baufälligkeit abgerissen. Das Handwerk und Gewerbemuseum in Sagar hatte zu dem Bau eines Modells angeregt. Dazu wurde wieder mit Jugendliche unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen gearbeitet und ihre gewonnenen Erkenntnisse zu einer Art Geschichtspuzzle zusammengefügt. Das Team erforschte was es mit der Schanze auf sich hat, wie sie entstanden ist und welche Rekorde dort aufgestellt wurden. Außerden ist ein Modell der Schanze nachgebaut worden, welches nun im Sagarer Museum zu sehen ist. Des Weiteren wurde dieses Projekt nach Fertigstellung, im November beim Jugendgeschichtstag im Sächsischen Landtag in Dresden vorgestellt.

Stärken vor Ort - Natur hautnah erleben!

Von September bis Dezember 2009 konnten die Teilnehmer auf dem Gelände der Station ihr Wissen über Natur, Umwelt und Gartenbau erweitern. Erste Arbeiten erfolgten im Rahmen der geplanten Gartenneugestaltung. Zum Schutz der Wurzeln umstehender Bäume waren aufwändige Vorarbeiten erforderlich. Die Teilnehmer informierten sich über die Möglichkeiten, suchten nach passenden Varianten und nach Firmen, die Material dafür zur Verfügung stellen könnten. Wurzelschutzvlies wurde als effektivste Variante ausgewählt. Es sind Kostenangebote für das entsprechende Material eingeholt und Material bestellt worden. Die alte Gartenfläche wurde beräumt, die neue Gartenfläche geplant und Bepflanzungsvorschläge zusammen getragen. Dabei nahmen sich die Teilnehmer Fachliteratur zur Hilfe, tauschten ihre Erfahrungen aus und skizzierten ihre Ideen. Für eine Natursteinanlage konnten Findlinge beschafft werden. Die neu geplante Gartenfläche wurde bereits vermessen.

Malwerkstatt mit der Turmvilla in Bad Muskau

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Mit der Ausstellung im „OLEANDER“ am 15.02.2009 wurde die Werkstatt beendet. Das Thema „Türen und Fenster einer Stadt“ sollte anregen, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, neugierig zu erforschen, welche Bedeutung Türen und Fenster für uns haben. 17 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren beteiligten sich an der Malwerkstatt und verbrachten eine Ferienwoche in der Turmvilla. Mit Interesse und wachsender Begeisterung setzten die Teilnehmer um, was sie auf dem Spaziergang durch die Stadt sahen und in ihren Skizzenbüchern festhielten. Mit Freude erprobten sie sich in der angebotenen Mal- und Zeichentechniken und arbeiteten mit Fantasie an ihren Werken. In der Malwerkstatt entstanden Kohle- und Pastellzeichnungen, Acrylbilder und Bastelarbeiten (fantasievolle Papp-Häuser und in Gemeinschaftsarbeit ein Memory). Die Zeichenmappen wurden von den Kindern nach ihren Vorstellungen gestaltet.

Die 3. Malwerkstatt für Kinder fand vom im Oktober 2009 in der Station in Weißwasser statt. Wieder war die Stadt - diesmal Weißwasser - mit ihren tausend Gesichtern das Thema. Mit einer Ausstellung im Saal der Station endete am 16.10.09 die Malwerkstatt. An der Malwerkstatt nahmen zwölf Kinder teil. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Sabine Gutjahr (künstlerische Leiterin) und Marie-Luise Straka (Mitarbeiterin der Station) verbrachten sie eine kreative Ferienwoche miteinander. Von Montag bis Freitag probierten sie unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken aus, stellten Gipsmasken her, bastelten Drachen und gestalteten ihre Zeichenrolle. Das schlechte Wetter ließ keine großen Spaziergänge durch die Stadt zu. Um so erstaunlicher die vielen fantasievollen Ansichten und auch Arbeiten, die Erkennungszeichen von Weißwasser zeigten!

23. Deutsch-Polnische Werkstatt "Grafisches Gestalten" in Weißwasser

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Während der Sommerferien 2009 fand die 23. Deutsch-Polnische Werkstattwoche statt. In der Station arbeiteten und wohnten 10 polnische und 10 deutsche Teilnehmer zusammen. Ein paar davon kannten sich schon aus früheren Jugendbegegnungen und aus den künstlerischen Arbeitsgemeinschaften. Am Tag der Ankunft wurde die Begrüßung durch das deutsche Team vorbereitet. Tägliche Veranstaltungen ermöglichten eine gute Kommunikation zwischen den Teilnehmern und Betreuern. Gemeinsame Erlebnisse wurden von den Teilnehmern in einem kurzen Tagebuch festgehalten.

Die Teilnehmer konnten während der Werkstattwoche mit Hoch- und Tiefdrucktechnik arbeiten und sich ausprobieren. Die künstlerische Leitung übernahmen Sabine Gutjahr und Karsten Noack (aus der Station Weißwasser) und Jerzy Litewka (vom Kinderkulturhaus Zary). Über das künstlerische hinaus war Ziel der Werkstatt auch in diesem Jahr, Jugendliche mit gleichen Interessen zusammenzuführen und die Kunst als Medium und damit auch als Brücke zum gedanklichen und kulturellen Austausch zu nutzen. Deutsche und polnische Jugendliche mit ihren Betreuern unternahmen gemeinsame Exkursionen und verbrachten Freizeit miteinander. Die Durchführung der Werkstatt unterstützten die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Vattenfall Mining und Generation, der Landkreis Görlitz, die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“, das Glasmuseum in Weißwasser und die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins Station Weißwasser e.V. Die Werkstatt wurde gefördert vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, vom Freistaat Sachsen (Euroregion Neiße) und vom Landkreis Görlitz.