WWF Artenschutzkoffer

Alles Leben ist gekennzeichnet durch Werden und Vergehen. Phasen massiven Artensterbens, ausgelöst beispielsweise durch Naturkatastrophen, hat es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben – die letzte vor 65 Millionen Jahren. Seit dem 17. Jahrhundert jedoch wird der Rückgang der biologischen Vielfalt maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht.

Mindestens 5.400 Tier- und 4.000 Pflanzenarten sind an der Grenze der Ausrottung. Die meisten von ihnen sind dies, da sie sehr empfindlich auf Lebensraumänderungen reagieren Bislang konnten erst 1,4 Millionen Arten wissenschaftlich erfasst werden, darunter rund 41.000 Wirbeltiere, knapp 250.000 Blütenpflanzen, Farne und Moose sowie 75.000 Insekten. Täglich sterben bis zu 150, größtenteils unerforschte Pflanzen- und Tierarten aus.

Lernen bedeutet etwas zu begreifen. Um etwas zu begreifen braucht es neben der Weitergabe von Wissen vor allem die Möglichkeit es zu erfahren und zu erleben. Menschen lernen am meisten und besonders nachhaltig, wenn sie ganz direkt mit der Umwelt in Beziehung gehen können. Deshalb soll der Koffer vor allem dazu ermutigen und inspirieren, draußen zu sein. Die sinnliche Begegnung mit der Natur und dem Lebendigen im eigenen Lernumfeld lassen eine emotionale Bindung zu, die nicht durch eine kognitive Wissensvermittlung entstehen kann.

Deshalb verstehen wir den Artenschutzkoffer als Möglichkeit des Einstieges oder der Vertiefung der Themen rund um den Artenschutz. Er ersetzt jedoch nicht die konkrete Beziehungsarbeit mit der Natur. Hier eine kurze Inhaltsangabe zum Koffer:

  • Geldbörse
  • Gürtel
  • Armreif aus Elfenbein
  • Koralle
  • Kakteenholz
  • Teufelskralle
  • Seepferdchen
  • Wolfsschädel, Pfotenabdrücke, Spurbahn
  • Film Heilkraft der Natur, Kleines Artenlexikon, Unterrichtsmaterial „ Wolf“ uvm

Sowohl Projekttage als auch Einzelstundenangebote sind möglich. Je nach Thema sollten mindestens 2 h eingeplant werden