Schlacke

Was ist Schlacke? (aus Wikipedia)

Schlacke bezeichnet in der Metallurgie einen glasig oder kristallin erstarrten Schmelzrückstand nichtmetallischer Art. Es handelt sich dabei um ein oxidisches Stoffgemisch, das sich aus basischen und sauren Oxiden zusammensetzt. Es entsteht bei der Gewinnung von Metallen in der Erzverhüttung und weist massive bis poröse Eigenschaften auf. Die Bezeichnung „Schlacke” hat sich zu Beginn der Erzverhüttung entwickelt, da zu diesem Zeitpunkt die nichtmetallische Rückstände durch „Schlagen” vom Metall getrennt wurden.

Anders erklärt

Das Erz, vor bei allem Raseneisen und Ocker, ist eine Mischung aus Sand und reinem Eisenerz. Bei der Verhüttung wird zwangsläufig beides erhitzt und das gewonnene Eisen verbindet sich (leide) mit dem Silizium aus dem Sand. Dadurch entsteht die Schlacke, bis alles Silizium aufgebraucht ist. Nur das restliche Eisen sammelt sich als Klumpen (die so genannte Lupe) und kann verwendet werden. Am Boden der einfachen Brennöfen sind Lupe (Eisen) und Schlacke (Eisen+Silizium) zusammen und die Schlacke muss erst noch abgeschlagen werden. In der Schmiede werden übrigens weitere kleine Schlacke-Teile aus dem Eisen durch Schlagen auf Hammer und Amboss oder moderner durch Walzen entfernt.

Bei den Schlacke-Steinen handelt es sich also nicht um einen Bodenschatz unserer Region, sondern um ein Nebenprodukt der Eisenverhüttung. Im Bad Muskauer Park (polnische Seite) gibt es eine Brücke aus Schlacke-Steinen. In einigen Häusern wurden Schlacke-Steine als Baumaterial verarbeitet.