Das Wolfscamp ist ein Ferienangebot für interessierte Kinder, die mehr über das Leben der Lausitzer Wölfe erfahren wollen.
Veranstaltet werden die Wolfscamps vom Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke (LJBW e.V.) in Zusammenarbeit mit Frau Marschner (Station Junger Naturforscher und Techniker Weißwasser). Unterstützt werden die Camps durch das Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz, dem Jäger Reinhard Göpfert und der Turmvilla Bad Muskau. Das Deutsch-Polnische Wolscamp 2008 wurde in Kooperation mit dem Verein TratWa aus Breslau/Polen durchgeführt und vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützt.
Das Wolfscamp der Station Junger Naturforscher und Techniker in Weißwasser hat sich in den letzten vier Jahren erfolgreich entwickelt und war von Beginn an bei sächsischen Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Nun nutzen wir diese Popularität als Zugang einer Begegnung im Jahr der Artenvielfalt 2010. Über das gemeinsame Thema des Wolfs als Alleinstellungsmerkmal in der Region finden Kinder zueinander und entdecken Verbindendes. Inhalte des Camps sind Exkursionen, Beobachtungen der Natur, Geländespiele usw. Eine ARD-Dokumentation wird als Diskussionsgrundlage genutzt. Das Thema Wolf wird aus unterschiedlichen Perspektiven (Jäger - Tierschützer- Schäfer) betrachtet, es ist aber z.B. auch ein Vortrag über Spinnentiere geplant, Kreativangebote, Geschichten am Lagerfeuer usw.
Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz. Die Veranstaltung erzielt einen Abbau von Vorurteilen gegenüber dem Wolf.
Die Unterbringung und Verpflegung erfolgt in den Bungalows der Station Junger Naturforscher und Techniker. Partner und Förderer des Camps werden in diesem Jahr die Stadtwerke Weißwasser/ Veolia sein. Sie sind seit Jahren zuverlässiger Partner der Station bei der Umsetzung umweltpädagogischer Projektangebote.
Anmeldungen sind bereits möglich: den Wolfscamp-Flyer ausfüllen und abgeben
Schon zum 5. Mal trafen sich im Herbst interessierte Kinder in der Station um mehr über das Leben der hier ansässigen Wölfe zu erfahren. Diesmal kamen 20 Kinder aus ganz Sachsen im Alter von 8 - 12 Jahren zusammen. Nach einigen Kennenlernspielen ging es gleich richtig los. Gemeinsam sahen wir uns die ARD-Dokumentation „Wölfe im Vormarsch“ an. Natürlich fanden es alle ganz toll, dass man gleich im Anschluss daran einen der Hauptdarsteller (Jäger Reinhard Göpfert) mit allem, was man über Jagd im Allgemeinen und Wölfe im Besonderen wissen wollte, befragen konnte.
Am Dienstagvormittag erfuhren wir noch mehr über Wölfe. Was fressen sie, wie alt werden sie, wie ziehen sie ihre Jungen auf und vor allem, warum so viele Menschen Angst vor ihnen haben. Stephan Kaasche hatte in seinem Vortrag Antwort auf all unsere Fragen. Wie man sich helfen kann wenn man Tiere züchtet und im Wolfsgebiet lebt, erklärte uns am Nachmittag der Schäfer Herr Neumann. Natürlich lernten wir auch die Nachkommen von Anton dem ersten Herdenschutzhund kennen.
Schon war Mittwoch, wir besuchten das Wolfsmuseum in Rietschen. Hier konnten wir noch mehr über Wölfe erfahren und welche sehen, auch wenn sie leider ausgestopft waren. Gleich im Anschluss fuhren wir auf dem Rückweg am Tagebaugelände vorbei, um schon mal nach Spuren Ausschau zu halten. Wer hätte es geglaubt, da alle ganz aufmerksam suchten fanden wir auch welche. Die waren, wie Stephan annahm von der Nacht vorher, also fast frisch. Das Geländespiel am Donnerstag machte allen viel Spaß und auch beim Quiz konnte jeder sein Wissen noch einmal unter Beweis stellen.
Viel zu schnell war die Woche vorbei. Es wurde mit Ton gearbeitet, T-Shirts gestaltet, Gipsabdrücke von Spuren gegossen, viel gelernt und gelacht! Die Tagebücher wurden noch an alle ausgegeben - toll wie das die Redaktion gemacht hatte! So konnte jeder eine Erinnerung an die Camptage gleich mitnehmen. Alle erhielten noch die Ehrenmedallie des Nochtener Rudels und nun ging es ans Abschiednehmen. Wieder war eine tolle Woche vorbei und einige warten schon auf das nächste Camp im Herbst 2010.
Erstmalig trafen sich in diesem Jahr Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Polen, um gemeinsam mehr über den Wolf in unserer Region zu erfahren.
Nach der Anreise ging es erstmal darum, sich kennenzulernen und auf eine gemeinsame Sprache zu einigen. Natürlich nutzten die polnischen Kids die Gelegenheit, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und wir konnten wenigstens versuchen, ein paar Begriffe in polnisch zu erlernen. Wolf heißt Wilki, das hatte man schnell drauf. Am ersten Abend gleich ging es raus in Richtung Trebendorf, wo uns Schäfer Neumann mit seinem Herdenschutzhund Anton und dessen Sohn erwartete.Wie gut die auf ihre Schäfchen aufpassten, konnte man gleich sehen, sie empfingen uns mit lautem Gebell! Auch in diesem Camp unterstützte uns Stefan Kaasche wieder, indem er viel Interessantes über den Wolf erklärte.
Recht spannend war, dass wir Nachts loszogen, um mit den Wölfen zu heulen,einige hörten sie sogar leise antworten. Bei der Filmdokumentation „Wölfe im Vormarsch“ kamen eine Menge Fragen zusammen. Wie gut, dass Herr Göpfert (passionierter Jäger) uns anschließend soviel wie möglich davon beantworten konnte. Auch die polnischen Kinder verstanden alles,hatte uns doch die Turmvilla Bad Muskau mit Overheads unterstützt und so konnte man für alle gleichzeitig die Übersetzung machen. Bei der langen Spurensuche wurden wir leider nicht so richtig fündig, dafür fanden wir zwei frische Wolfslosungen. Geländespiele „Wolfsleben“ und Aktionspiele rundeten die gemeinsame Woche noch ab. Da das Wetter toll war, kam natürlich auch das Baden nicht zu kurz. In der knapp bemessenen Freizeit konnten wir uns noch T-shirts oder Stoffbeutel bedrucken.Für den letzten Abend hatten wir uns etwas besonderes vorgenommen. Alle zusammen planten und gestalteten wir eine Abschlußdisco, an der wir alle bei lustigen Spielen und Tanz einen Riesenspaß hatten.
Schon zum dritten Mal trafen sich in der Station Kinder im Alter von 6-12 Jahren, um mehr über den Wolf zu erfahren. Am Nachmittag nach der Anreise am 20.10.2008 sahen wir zuerst einen Film, der zeigte, wie sich die Wölfe hier angesiedelt haben. Der Film zeigte aber auch, dass nicht alle Menschen damit einverstanden sind, dass es den Wolf bei uns wieder gibt. Deshalb gab es gleich im Anschluss daran eine Diskussionsrunde, in der uns Herr Göpfert (ehemaliger Revierförster, jetzt passionierter Jäger) Rede und Antwort stand. Am nächsten Tag gab es eine Menge Spiele, in denen wir lernten, verschiedene Begriffe allein durch Körpersprache mitzuteilen oder wie gut unser Gehör ist. Am meisten Spaß machte uns das Beutesuchspiel.
Ähnlich wie die Wölfe mussten wir uns dabei nur auf unseren Geruchsinn verlassen um im Wald die Beute zu finden. Viel Wissenswertes vermittelte uns Herr Kaasche am Nachmittag bei einem Vortrag. Am Mittwoch ging es schon am Morgen nach Rietschen in das neue Wolfsmuseum. Es gab viel Interessantes zu sehen und auszuprobieren, man konnte noch ein Quiz mitmachen und sich Filme anschauen. Leider war es an diesem Tag mit dem Wetter nicht so toll, es regnete immerzu, so dass die Spurensuche buchstäblich ins Wasser fiel. Aber es gab auch eine Menge Kreativangebote die wir in Ruhe beginnen bzw. schon beenden konnten. So gab es die Möglichkeit, Pfotenabdrücke selbst zu gestalten oder einen Wolf aus Ton herzustellen und es konnten wieder T-Shirts bedruckt werden. So verging auch dieser Regentag sehr schnell.
Donnerstag sah der Himmel schon wieder etwas freundlicher aus. Nun konnte unser Geländespiel stattfinden. Zwei Rudel traten miteinander in Wettstreit (wer schafft am schnellsten den Wurfhöhlenbau, bringt den Welpen am schnellsten das Jagen bei oder markiert das Revier am schnellsten). Keine leichte Sache, man musste gut zusammenarbeiten im Rudel. Bei einem Wolfsquiz wurde nochmals unser Wissen abgefragt. Am späten Nachmittag startete dann endlich unsere Spurensuche. Herr Kaasche hatte sich eine tolle Strecke ausgesucht, richtig spannend wurde es dann als es dunkel wurde. Am Lagerfeuer konnten wir uns danach wieder etwas wärmen. Es gab Bratwurst und heißen Tee und anschließend lauschten wir noch Geschichten aus dem Leben der Wölfe. Müde fielen wir dann am letzten Tag ins Bett. Freitag stand schon wieder die Abreise an, natürlich nicht ohne die Woche noch mal Revue passieren zu lassen. Das Geländespiel und das Quiz mussten noch ausgewertet werden. Es war eine spannende, abwechslungsreiche Woche, wo auch neue Freundschaften geschlossen wurden. Allen hat es Spaß gemacht und man ist gespannt auf Camp Nummer 4.
Kinder lernen unsere heimische Tierwelt kennen
Im Februar 2007, in der ersten Woche der Winterferien, führte die Station zum zweiten Mal ein Wolfscamp durch. 20 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren aus dem Raum Weißwasser, Hoyerswerda, Bischofswerda und Niesky waren dabei.
Das Camp war ein Gemeinschaftsprojekt der Station, des Landesverbandes der sächsischen Jugendbildungswerke und des Rietschener Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz.
Schon im August des vorigen Jahres fand das erste dreitägige Wolfscamp statt. Auch das diesjährige Camp stieß auf reges Interesse, so dass es sehr schnell ausgebucht war.
Ziel war es, das Interesse der Kinder zu wecken und Ängste zu nehmen. Mit Tischspielen, T-Shirt-Gestaltung, Filmen, Geländespielen und Gesprächen mit den zuständigen Förstern wurden die Kinder an das Thema herangeführt. Beim Tischspiel versetzten sich die Kinder in eine Wolfsfamilie. Es ging um Welpenaufzucht, Rüdenjagd, Rangkämpfe und um die Verständigung der Wölfe untereinander. Die Kinder waren begeistert vom Beobachten seltener Aufnahmen vom Wolf und vom Spurensuchen im freien Gelände. Stephan Kaasche führte die Kinder im Auftrag des Wolfsbüros. „Oft sind sie nicht leicht zu entschlüsseln.“ Er meint, Kinder sollten die Natur selbstverständlich erleben und entdecken, sich aber auch mit Vorurteilen, Klischees und Gegenmeinungen befassen. Das wichtigste ist, dass die Angst vor dem Wolf abgebaut wird. Rotkäppchen ist nur ein Märchen. Solche Fälle würden in der Natur nie passieren.
Viele der Teilnehmer konnten erste oder völlig neue Erfahrungen mit dem Wolf sammeln und stehen seiner Rückkehr in den angestammten Lebensraum jetzt vielleicht weniger kritisch gegenüber. Und bei manchen reifte auch die Erkenntnis, dass es unklug wäre, ihn hier ein zweites Mal auszurotten.
Am 9. August trafen sich in der Station Junger Techniker und Naturforscher, 18 interessierte Kinder und Jugendliche, die mehr über den Wolf erfahren wollten.Nach kurzen Kennenlernspielen ging es auch gleich mit einem Vortrag über die Wölfe los, den Herr Kaasche aus Hoyerswerda sehr interessant gestaltete. Viele fragen wurden beantwortet und auch beim anschließenden Vesper munter diskutiert. Wie man den Wolf in freier Wildbahn mit der Telemetrie ortet, wurde ausprobiert. Gar nicht so einfach, stellten alle fest! Spiele und ein toller Film über Wölfe in Alaska rundeten den ersten Tag ab.
Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück nach Rietschen in die Wolfsausstellung und danach auf die Spurensuche in die Natur. Natürlich hatte Herr Kaasche vorher schon mal geguckt , so das wir tatsächlich auch Wolfsspuren fanden. Das war sehr spannend, weil es ja auch noch eine Menge anderer Spuren gab. Den Nachmittag verbrachten wir damit, tolle Stoffbeutel mit Wolfsspuren zu drucken, Gipsabdrücke von einer Spur zu gießen und unsere bisherigen Eindrücke vom Camp mit Farbe zu gestalten. Der zweite Tag ging bis spät in die Nacht. Mit Wolfsgeschichten am Lagerfeuer klang er dann aus.
Am letzten Tag gab es ein großes Geländespiel; „Leben wie die Wölfe“ war das Motto. So mussten zwei Wolfsrudel Höhlen bauen für den Nachwuchs, mit ihren Welpen jagen lernen, Revier beschützen, Beute suchen, Flüsse überqueren auf der Suche nach neuen Jagdgründen und vieles mehr. Ein umfangreiches Quiz testete dann noch unser neu erworbenes Wissen, so konnten wir auch gleich den „Leitwolf“ jedes Rudels ermitteln. Riesig aufregende drei Tage lagen hinter uns und so traten wir alle ziemlich müde gegen 15,00 Uhr die Heimreise an. Für alle stand am Ende aber fest, das es bald das nächste Camp geben wird.
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