Erstmalig trafen sich in diesem Jahr Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Polen, um gemeinsam mehr über den Wolf in unserer Region zu erfahren.
Nach der Anreise ging es erstmal darum, sich kennenzulernen und auf eine gemeinsame Sprache zu einigen. Natürlich nutzten die polnischen Kids die Gelegenheit, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und wir konnten wenigstens versuchen, ein paar Begriffe in polnisch zu erlernen. Wolf heißt Wilki, das hatte man schnell drauf. Am ersten Abend gleich ging es raus in Richtung Trebendorf, wo uns Schäfer Neumann mit seinem Herdenschutzhund Anton und dessen Sohn erwartete.Wie gut die auf ihre Schäfchen aufpassten, konnte man gleich sehen, sie empfingen uns mit lautem Gebell! Auch in diesem Camp unterstützte uns Stefan Kaasche wieder, indem er viel Interessantes über den Wolf erklärte.
Recht spannend war, dass wir Nachts loszogen, um mit den Wölfen zu heulen,einige hörten sie sogar leise antworten. Bei der Filmdokumentation „Wölfe im Vormarsch“ kamen eine Menge Fragen zusammen. Wie gut, dass Herr Göpfert (passionierter Jäger) uns anschließend soviel wie möglich davon beantworten konnte. Auch die polnischen Kinder verstanden alles,hatte uns doch die Turmvilla Bad Muskau mit Overheads unterstützt und so konnte man für alle gleichzeitig die Übersetzung machen. Bei der langen Spurensuche wurden wir leider nicht so richtig fündig, dafür fanden wir zwei frische Wolfslosungen. Geländespiele „Wolfsleben“ und Aktionspiele rundeten die gemeinsame Woche noch ab. Da das Wetter toll war, kam natürlich auch das Baden nicht zu kurz. In der knapp bemessenen Freizeit konnten wir uns noch T-shirts oder Stoffbeutel bedrucken.Für den letzten Abend hatten wir uns etwas besonderes vorgenommen. Alle zusammen planten und gestalteten wir eine Abschlußdisco, an der wir alle bei lustigen Spielen und Tanz einen Riesenspaß hatten.
Als wir im deutsch-polnischen Wolfscamp angekommen waren, machten wir eine kurze Lagebesprechung. Dann zogen wir mit den polnischen Kids in die Bungalows ein und lernten uns durch ein kleines Spiel kennen. Danach hörten wir uns einen interessanten Wolfsvortrag von Stephan Kaasche (einem Beauftragten des Wolfsbüros aus Rietschen) an. Danach fuhren wir mit dem Bus zu dem Schäfer Neumann, welcher auch mal Probleme mit den Wölfen hatte. Doch jetzt hat er Herdenschutzhunde, welche die Schafe professionell beschützen. Dieser Schäfer beantwortete uns viele wichtige Fragen. Als wir dann wieder im Camp waren, machten wir eine kleine Grillparty.
Am zweiten Tag haben wir gleich nach dem Frühstück wieder ein Kennlernspiel gespielt und am Nachmittag schauten wir einen Wolfsfilm an und diskutierten mit einem der Hauptdarsteller, dem Förster Göpfert, über das Thema Wolf. Dieser Förster fand es gut, dass es Wölfe in seinem Wald gibt, und es würde ihm auch sehr fehlen wenn sie nicht mehr da wären. Danach konnten wir noch T-Shirts, Mützen und Beutel bemalen, mit Ton arbeiten oder ins Freibad gehen. Am Abend aßen wir dann noch ganz gemütlich Abendbrot und gingen anschließend auf eine kurze Nachtwanderung durch den Wald, was ein guter Abschluss für diesen Tag war.
Als wir aufgestanden waren, aßen wir Frühstück und fuhren dann wieder mit dem Bus. Aber diesmal mit dem Ziel: Erlichthof in Rietschen. Dort trafen wir Jana Schellenberg, eine Wolfs-expertin, welche uns begrüßte und gingen anschließend in eine Wolfsausstellung, in der wir viel lernten. Nachdem wir wieder zu Hause im Camp waren konnten wir mit Holz arbeiten, an die Computer oder wieder im Freibad schwimmen gehen. Außerdem gab es noch eine spannende Wasserrutsche. Nach dem Abendbrot machten wir noch einen gruseligen Ausflug in den Wald und heulten mit den Wölfen um die Wette.
Nach dem Frühstück spielten wir das Wolfsleben im Wald nach. Mit diesen kleinen Spielchen bemerkten wir, dass das Leben der Wölfe gar nicht so einfach ist. Dann aßen wir Mittag und machten anschließend kleine Abenteuerspiele. In der Zeit danach konnten wir mit Stephan Kaasche zur Spurensuche fahren oder uns kreativ betätigen. Dann konnten wir an die Computer gehen, Spiele spielen…. Nach dem Abendbrot ging es an den Abschlussabend, da haben wir alle gemeinsam gekocht und eine riesige, lustige Disko veranstaltet.
Am letzten Tag im Wolfscamp packten wir unsere Koffer und aßen wie gewöhnlich Frühstück und Mittag. Doch es herrschte eine traurige Stimmung, denn nun hieß es Abschied nehmen und jeder wusste, dass wir uns vielleicht nicht mehr wieder sehen. Aber zum Glück gibt es ja auch E-Mails und Handys.
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